Geänderte Richtlinien für die Netzwerkarbeit und eine neue Mitarbeiterin sorgen für Veränderungen im Geriatriezentrum

Seit Januar 2017 gibt es vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz Änderungen bezüglich der Aufgaben, Ziele und der Finanzierung von Gesundheitsnetzwerken. Dies betrifft auch das Geriatrie-Netzwerk Ostsachsen am Städtischen Klinikum Görlitz. Laut Dr. Stefan Zeller, Direktor des Görlitzer Geriatriezentrums, sollen zukünftig die sektorenübergreifende verbesserte medizinische Versorgung, sowie die Prävention und Gesundheitsförderung von geriatrischen Patienten im Vordergrund stehen. Das bedeutet eine weitaus engere Zusammenarbeit mit den anderen Krankenhäusern sowie den niedergelassenen Ärzten im Landkreis bei der Versorgung von älteren Patienten mit einer Vielzahl an Erkrankungen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist zukünftig die Zusammenarbeit mit dem Pflegenetz des Landkreises Görlitz. Für das alles werden unter anderem neue Projekte vorbereitet und die Internetseite sowie der Flyer des Netzwerkes umgestaltet und an die neuen Anforderungen angepasst. Der effizientere Einsatz vorhandener Mittel sowie die Entwicklung und Erprobung einer erweiterten Patientenversorgung und -information, in Kooperation mit regionalen Versorgungsstrukturen, waren bis jetzt die  Schwerpunkte. Die bisherige Finanzierung durch die sächsischen Krankenkassen gewährt in den Jahren 2017/2018 voraussichtlich der Freistaat Sachsen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Als eines von vier Netzwerken in Sachsen arbeitet das Geriatrie-Netzwerk Ostsachsen seit sechs Jahren mit weit über 200 Partnern aus dem gesamten Landkreis Görlitz zusammen. Im Fokus steht die Vernetzung der Strukturen für Senioren und deren Angehörige in der Region. In den letzten Jahren hat das Geriatrie-Netzwerk Ostsachsen nicht nur verschiedenste Institutionen und Einrichtungen, welche im weitesten Sinne mit der Versorgung älterer Menschen zu tun haben, miteinander vernetzt, sondern auch fehlende Strukturen aus- bzw. aufgebaut. Regelmäßiger fachlicher Austausch und notwendige Versorgungs- und Beratungsangebote wurden koordiniert und organisiert, sowie die Bevölkerung für das Thema Demenz sensibilisiert. Viele der Projekte und Veranstaltungen waren nur dank der Unterstützung durch die Netzwerkpartner möglich.