Beachten Sie, dass die Vergangenheit des Betroffenen für ihn eine große Rolle spielt. Informieren Sie sich darüber, was früher zum Alltag gehörte, was für den Kranken wichtig war, was eine wirklich große Rolle im Leben des Betroffenen gespielt hat. Das betrifft vor allem die Bereiche Familie, Beruf, eventuell Kriegserlebnisse oder Vertreibung, aber auch den Kulturkreis, in dem der Kranke aufgewachsen ist.
 
Nutzen Sie die Vergangenheit als Überleitung zum Hier und Jetzt. Dieses Wissen kann Ihnen eine große Hilfe sein, um je nach Situation den Kranken zu beruhigen oder auch ihn zu motivieren, etwas zu tun.
 
 
Kleine Erfolge
 
Verhelfen Sie dem Betroffenen zu Erfolgserlebnissen. Finden Sie Beschäftigungsmöglichkeiten und Aufgaben, die den aktuellen Fähigkeiten entsprechen. Auch wenn das Ergebnis nicht sehr effektiv ist, haben sie doch das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun.
Wichtig: Unterstützen Sie nur dort, wo es nötig ist. Überfordern Sie nicht. Und üben Sie sich in Geduld.
 
 
Kommunikation
 
Sprechen Sie den Betroffenen direkt und mit seinem Namen an. Sprechen Sie langsam und deutlich und in kurzen Sätzen. Vermeiden Sie Ironie, Sprichwörter oder übertragene Bedeutungen, denn dies kann Ihr Angehöriger nicht mehr verstehen.  
Stellen Sie Blickkontakt her und bemühen Sie sich, freundlich zu sein. Lassen Sie dem Kranken Zeit, zu reagieren. Wiederholen Sie gegebenenfalls wichtige Informationen. Vermeiden Sie Fragen, die der Betroffene vermutlich nicht beantworten kann. Versichern Sie sich das der Betroffene Sie überhaupt hören kann.
 
 
Geistige Anregung
 
Die Kranken brauchen aber nicht nur Kontakt zu anderen Menschen, sondern auch geistige Anregungen durch Erlebnisse, Gespräche und Eindrücke. Sorgen Sie für soziale Kontakte und Gesprächspartner. Aber auch hier gilt: Überfordern Sie den Kranken nicht. Als Motivationshilfen haben sich Musik und Düfte aus der Jugendzeit des Betroffenen bewährt.

 

 

 

 

 

 

Quelle: Merz Pharmaceuticals GmbH