„Erinnerung ist das Seil, heruntergelassen vom Himmel,
das mich herauszieht aus dem Abgrund des Nicht-Seins.“
 
Marcel Proust,
  Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
 
 
 
Menschen vergessen, verwechseln, irren. Mit zunehmendem Alter
nimmt dies zu. Bei einer Altersdemenz handelt es sich jedoch um
eine Erkrankung des Gehirns. Die Zerstörung von Nervenzellen im Gehirn, die für das Denkvermögen und das Gedächtnis, aber vor allem für Lernvorgänge wichtig sind.
 

Je fortgeschrittener die Krankheit ist, desto sichtbarerer werden die Symptome wie beispielsweise Gedächtnisverlust oder mangelndes Urteilsvermögen. Auch ganz alltägliche Fähigkeiten, wie Körperhygiene, Essen und Trinken oder die Bedienung von Haushaltsgeräten, gehen verloren. Die Betroffenen leiden meist schon Jahre unter der Krankheit, ehe die ersten Symptome erkannt werden. Denn zu Beginn der Erkrankung können die Betroffenen die Gedächtnisstörungen mit Strategien aus dem Langzeitgedächtnis kompensieren. Die Fassade des geistig gesunden, leistungsfähigen und selbständigen Menschen bleibt zunächst noch erhalten.

Demenz ist mehr als nur eine Gedächtnisstörung. Sie verändert das gesamte Wesen des Betroffenen. Der Verlust des Gedächtnisses bedeutet auch, dass diese Menschen nichts mehr lernen können. Die Speicher können nichts Neues mehr aufnehmen, die Inhalte des bereits vorhandenen Informationsspeichers gehen verloren, und zwar die zuletzt aufgenommenen Informationen zuerst. Der Kranke kann sich nicht mehr erinnern, was gestern, was vor einer Woche, später was vor einem Jahr gewesen ist. Er vergisst sozusagen rückwärts. Er geht zurück in seiner Erinnerung bis in seine frühe Kindheit. Deshalb verhalten sich Demenzpatienten oft wie Kinder.

Allerdings ist dies kein gleichmäßiger Prozess. Es geht allerdings noch mehr verloren als nur reine  Informationen. Auch geistige Fähigkeiten, die erlernt wurden, zum Beispiel, sich zu beherrschen, wenn man wütend ist, verschwinden. Das liegt unter anderem daran, dass „vergessen“ wird, wie Äußerungen von Gemütsbewegungen bzw. Affekte, wie Wut, Angst oder Verlangen im Zaum gehalten werde. Deshalb kommt es vor, dass Demente aggressiv werden, sogar um sich schlagen.

Die Altersdemenz ist eine Krankheit, die zum Verlust von geistigen und körperlichen Fähigkeiten führt, sodass die betroffenen Personen in fortgeschrittenen Stadien kein eigenständiges Leben mehr führen können.

Die häufigste Form ist die Alzheimer-Demenz, die etwa ein Drittel aller Demenzfälle ausmacht. Die Ursachen für Demenz können sehr vielfältig sein.

 


 

 

 

 

 

Quelle: Merz Pharmaceuticals GmbH